Geschichte des Schützenvereins Schleupe

Im Frühsommer 1911 trafen sich einige Schleuper Bürger, um die Möglichkeiten der Gründung eines eigenen Schützenvereins für die Schleupe zu beraten . Man einigte sich dabei, die Gründungsversammlung für den 25. Juni 1911 einzuberufen Tagungsort sollte das Lokal Hölscher (Frankenburg ) sein . Allen Erwartungen zum Trotz erschienen auf der Gründungsversammlung 48 Schleuper Männer, und legten hier den Grundstein für den Schützenverein Schleupe. Zum 1. Vorsitzenden wurde Heinrich Bültel gewählt, unter ihm arbeiteten Cornelius Westen, Gerhard Dütz , Karl Olfen und Georg Beckmann im Vorstand. Die weitere Entwicklung des Vereins nahm dann einen rasanten Verlauf. Nachdem bereits am 11. Juli 1911 die Vereinssatzungen von der Polizeiverwaltung Rheine genehmigt wurden, konnte bereits am 13. August 1911 das erste Schützenfest auf der Frankenburg gefeiert werden. Zum 1. König wurde der Schützenbruder Bernhard Roß gewählt.



Durch Spenden der Vereinsmitglieder konnte schon bald eine Vereinsfahne beschafft werden, die dann am beim zweiten Schützenfest im Sommer 1912 feierlich geweihtwurde. Schon damals spendeten die Vereinsdamen eine Fahnenschleife für die neue Vereinsfahne. Ebenso wurde im Jahre 1912 zur Unterhaltung der Mitglieder und ihrer Mitglieder eine Theatergruppe gegründet. Durch vermehrte Mitgliederbeiträge war es schon in in den Gründerjahren möglich, sämtliche Ausrüstungsgegenstände für die Offiziere zu beschaffen. Im Jahre 1913 erfolgte die Gründung einer Gesangsabteilung, welche später in dem Gesangsverein “Liederkranz“ aufging.

 

Der 1. Weltkrieg brachte viel Leid über die Schleuper Schützenbrüder und deren

Angehörige. Durch die Einberufungen zum Kriegsdienst war auch das Schleuper Vereinsleben weitgehenst lahmgelegt.

Bereits ein Jahr nach Kriegsende wurde im Jahr 1919 auf der Schleupe wieder

ein Schützenfest gefeiert. Dabei schoss - zur Freude aller Schützenbrüder – der

erst 20-Jährige Josef Dütz den Vogel ab.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde auch die Gefallenen – und Totenehrung eingeführt, welches aus Verpflichtung und Anerkennung gegenüber unseren Verstorbenen bis heute  beibehalten wurde!

 

Im Jahr 1936 konnte der Verein sein 25 – andere jähriges Vereisjubiläum feiern

nalsozialisten waren bereits drei  Jahre an der Macht. Ihnen war, wie auch

gewachsene Kulturgüter,  das Traditionsbewusstsein  der Schützenvereine und die

Schützenromantik ein Dorn im Auge. Im Rahmen der “ Gleichschaltung  “ und zur Kriegsvorbereitung verordnete Schießübungen abhalten mussten wurden die Schützenvereine in “ Wehrsportgruppen “ umfunktioniert ,

Über das Schützenwesen im Nationalsozialismus wird später noch berichtet.

Mitbegründer und erster 1. Vorsitzender über viele Jahre  Heinrich Bültel  im Kreise einiger Schützenbrüder anlässlich seines 80-jährigen Geburtstages.

 

Im Bild stehend von links:

die Schützenbrüder  H. Woltering und Cl. Beckmann –

 

sitzend die Schützen:

B. Seegers, H. Risau, Fr. Foullois, das Geburtstagskind Heinrich Bültel und J. Voss.



Klaus Rübenack

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